Faker als Picsammler

Der Klassiker in Chats

Selbst als erfahrener Chatter sollte man sich auf diese Art von Fakern einstellen, denn sie wühlen fast überall und sehr geschickt nach frischen Bildern.

Wie Screenspritzer sind auch diese Faker meist triebgesteuert und suchen ständig neues Bildmaterial, um sich damit sexuell zu befriedigen oder Fantasien am eigenen PC auszuleben. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Picsammler die Bilder regelrecht archivieren. Sie sammeln sich ganze Festplatten voll und merken nicht, wie sie dabei vereinsamen.

Auch Picsammler meiden die realen Kontakte

Hier gleicht diese Gruppe vielen anderen Fakern, denn reale Kontakte stehen nicht auf der Agenda. Picsammler sehen für sich selbst keine großen Chancen auf reale Kontakte, weil sie entweder schlechte Erfahrungen gemacht haben oder ihnen die Erfahrungen mit anderen Menschen noch vollständig fehlen. Genau wie bei Screenspritzern dienen Bilder und Fantasien der Stimulation.

Spezifizierung von Fakern mit Geltungsbedürfnis

Picsammler kommen aus allen Gesellschaftsschichten, wobei recht häufig

– Menschen, denen sexuelle Kontakte schwerfallen
– Jugendliche in der sexuellen Orientierungsphase
– Menschen mit erheblich gestörtem sozialen Umfeld

in Erscheinung treten.

Allen ist gemein, dass sie sich reale Kontakte nicht zutrauen oder nicht ausleben können, weil Ihnen der Mut oder die Gelegenheiten dazu fehlen. Auch Pädophile werden sehr häufig als Picsammler in Chaträumen aktiv, um so an Bildmaterial von Kindern zu gelangen. Diese geben sich häufig selbst als Kinder aus, um das Vertrauen von Kindern in den Chats zu erschleichen. Für diese Gruppe beginnt in den Chats auch recht oft das Leben als Straftäter, denn der Besitz von kinderpornografischem Material ist natürlich ebenso verboten wie der sexuelle Kontakt zu Kindern!

Viele Picsammler entwickeln eine regelrechte Sucht und stellen sich gigantische Bildergalerien zusammen. Den Fakern ist dabei wichtig, die Bilder auch realen Personen zuzuordnen.

Diese Sucht nach frischen Bildern kann für die sexuelle und soziale Entwicklung fatale Folgen haben, denn sie führt immer mehr in die gesellschaftliche Isolierung. Beziehungen zu anderen Menschen können kaum oder nur schwerlich aufgebaut werden, da die Masse der Bilder zu einer Realitätsverschiebung beiträgt. Bilder haben nicht immer etwas mit der Realität gemein und aus Handlungen, die auf Bildern zu sehen sind, kann keine „Normalität“ abgeleitet werden. Bei süchtigen Picsammlern entsteht schnell ein verzerrtes Bild der Sexualität und dem gesellschaftlichen Umgang miteinander.

-Anzeige-


In der Gruppe der Picsammler gibt es allerdings auch Kandidaten, die sich eine Galerie von anderen Chattern zusammenstellen, um damit im Bekanntenkreis zu „posen“. Dazu zählen häufig jüngere Menschen, die in der Clique nicht mithalten können. Wenn Freunde zum Beispiel erzählen, wieviele SexualpartnerInnen sie bereits hatten, können diese Faker nichts „aufzeigen“ und entwickeln eine Angst, als Prüde oder unattraktiv zu gelten. Deshalb sammeln diese Faker Bilder in Chats, um anschliessend zu behaupten, dass sie mit den betreffenden Chatpartnern sexuelle Kontakte hatten.

Typische Erkennungsmerkmale (ident. mit anderen Arten von Fakern)

Schwammige und inhaltslose Chatprofile. Viele Chats bieten mittlerweile eine Liste mit persönlichen Kontakten. Sind keine oder nur sehr wenig persönliche Kontakte in diesen Listings zu finden, solltest du misstrauisch bleiben.

Sehr gerne verlangen Picsammler auch, dass du zuerst ein Bild versendest (klassischer Spruch: Pic nur als Antwort).

Achtung! Diese Faker zeigen sich gelegentlich auch via Webcam, um so Vertrauen aufzubauen und das eigentliche Ziel (Bilder schnorren) zu verwischen!